Gemeinde St. Stefan im Gailtal

Energie & Umwelt

 

 

 

 

 

Stadtrat Gerald Grebenjak
Referent für Regional- und Verkehrsplanung und Umweltschutz

 


e5 Gemeinde Völkermarkt

Das „e5  Programm für energieeffiziente Gemeinden“ ist ein Programm zur Qualifizierung und Auszeichnung von Gemeinden im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz. Kaum eine andere Initiative kann auf Gemeindeebene einen ähnlich erfolgreichen wie umfassenden und konsequenten Ansatz vorweisen.

Das e5 Programm wendet sich bundesweit an Gemeinden, die den effizienten Umgang mit Energie und die Nutzung erneuerbarer Energieträger in den Vordergrund stellen. Die Erreichung von Klimaschutzzielen, der schonende und nachhaltige Umgang mit Energie, sowie der effiziente Einsatz erneuerbarer Energieträger sind die Hauptaufgaben denen wir uns stellen müssen.

Umgelegt auf Kärnten haben wir extremen Handlungsbedarf. Zur Steigerung der Energieeffizienz in den Gemeinden bietet das e5 Programm den dazugehörigen Rahmen.

Gestartet wurde in Österreich 1998, in Kärnten im Herbst 2004 mit dem e5 Programm. Derzeit nehmen österreichweit bereits 240 Gemeinden und Städte aus 7 Bundesländern am e5 Programm teil. Darunter seit 2011 auch die Landeshauptstadt Klagenfurt.

Zentrales Element des e5 Programms ist ein gemeinsam erarbeiteter Maßnahmenkatalog, der sämtliche energierelevanten Bereiche einer Gemeinde abdeckt und an dessen Umsetzungsgrad der entwickelten Maßnahmen eine Gemeinde eingestuft und gemessen werden kann. Diesem Umsetzungsgrad entsprechend werden die Gemeinden mit bis zu fünf „e“ ausgezeichnet. Jene Gemeinden, die mindestens drei „e“ erreichen, erhalten den European Energy Award®, Gemeinden mit fünf „e“ können sich für den European Energy Award® Gold bewerben, die Sieger werden in einem internationalen Audit gekürt.


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Was bedeutet e5?

e5 ist die „Champions League“ der energieeffizienten Städte und Gemeinden. Ziel des e5 Programms ist es, langfristige Klimaschutzmaßnahmen zu setzen und deren Wirksamkeit zu evaluieren. Je nach Grad der erreichten Energieeffizienz erhält eine Gemeinde bis zu fünf „e“. Der Erhalt eines „e“ ist dabei mit einer Haube in der Gastronomie vergleichbar. Das Programm eignet sich übrigens gleichermaßen für kleine Gemeinden wie große Städte, da der Maßnahmenkatalog individuell auf die Potenziale Ihrer Gemeinde zugeschnitten wird.

Kärnten startete 2005 mit dem „e5 Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden“ in vier Pilotgemeinden (Arnoldstein, Guttaring, Reichenfels und Trebesing). 2017 beteiligen sich in unserem Bundesland 46 Gemeinden am Programm und treiben mit unzähligen Projekten und viel ehrenamtlichen Engagement die Energiewende voran. Sie gelten als Vorzeigegemeinden im Bereich Umwelt- und Klimaschutz und sind Teil eines Europäischen Netzwerkes, dem European Energy Award.

Verfolgt werden grundsätzlich die Ziele:

  • zukunftsfähige Energiepolitik
  • Steigerung der Energieeffizienz
  • vermehrter Einsatz erneuerbarer Energien
  • Verringerung der Energieausgaben

Dem Ganzen sind ein Qualitätsmanagement (gewisse Standards sind zu erreichen) und ein Zertifizierungsprozess (kommissionelle Beurteilung und ehrenvolle Auszeichnung) hinterlegt. e5 Betreuer vom Land Kärnten/Abt08- Umwelt, Wasser und Naturschutz unterstützen die Gemeinden in diesem Auditprozess.

Österreichweit beteiligen sich - in 7 Bundesländern - knapp 200 Gemeinden (mit ca. 15% der österreichischen Bevölkerung) an dem Programm. Europaweit beteiligen sich mehr als 1.300 Städte und Kommunen am European Energy Award.


Was bedeutet e5 für Völkermarkt?

Die Stadtgemeinde Völkermarkt startete 2014 mit diesem Prozess. In einer umfassenden Datenerhebung konnte die Ist Analyse abgeschlossen und eine Bewertung erreicht werden. Mit einem Umsetzungsstand von 54,4% wurde schlussendlich eine Beurteilung und Auszeichnung mit 3e erzielt.

Völkermarkt ist schon lange Mitglied des Regionalvereins Südkärnten, sowie seit 2010 auch Mitglied der Klima- und Energiemodellregion (KEM) Südkärnten. Als Bezirksstadt von 13 Mitgliedsgemeinden setzt die Stadtgemeinde alleine dadurch ein klares Zeichen. Die aus der KEM entwickelten kommunalen Richtlinien dienen als Basis und Grundlage für sämtliche Entscheidungen in Punkto Umwelt- und Klimaschutz. Kontinuierlich werden die kommunalen Bauten saniert und Neubauten nach klaren Effizienzkriterien errichtet. Der Anschluss der Gemeindebauten an die seit 2015 errichtete Nahwärme Völkermarkt ist hier eine Selbstverständlichkeit. Ebenso besonders wertvoll für den gesamten Bezirk ist das Mobilitätsbüro Südkärnten, welches über alle Bereiche des öffentlichen Verkehrs Auskunft gibt, persönliche Fahrpläne erstellt und Tickets ausgibt. Die Stadtgemeinde engagiert sich verstärkt in den Erhalt des Verladebahnhofes Kühnsdorf und die Errichtung einer IC Haltestelle.


Wichtige energiepolitische Aktivitäten der letzten Jahre

• Teilnahme an der Klima- und Energiemodellregion Südkärnten
• Mobilitätsangebote und Mobilitätsberatung durch das Mobilitätsbüro Völkermarkt
• Errichtung der Fernwärme Völkermarkt
• Sanierung und Umbau des Schulzentrums (über Schulbaufonds)
• Beschluss kommunaler Richtlinien für Energie, Klimaschutz und Klimawandelanpassung in der Klima- &
  Energiemodellregion Südkärnten
• Mobilitätsveranstaltungen
• Energiebilanz über die KEM Region
• Ausbau der Radwege
• Gemeindeeigene Förderungen für Elektromobilität und Solaranlagen



Umweltschutz

Seitens der Stadtgemeinde Völkermarkt wird der Ankauf von Elektrofahrzeugen sowie die Errichtung von Solaranlagen durch Gewährung einer Förderung unterstützt. Weitere Informationen zu den Förderungen finden Sie im Menüpunkt "Förderungen".
 


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