Sehenswürdigkeiten

1. Rundturm, neues Rathaus

Das Neue Rathaus besteht aus drei Geschossen, versehen mit einer klassizistischen Fassade. Auf dem Areal des heutigen Neuen Rathauses befand sich die im 13. Jahrhundert unter Herzog Bernhard erbaute Burg. Kaiser Friedrich III. hielt 1470 in der Stadtburg zu Völkermarkt Hof und leitete einen Großen Landtag, bei dem die Landstände von Kärnten, Steiermark und Krain sowie hohe geistliche Würdenträger des Reiches zugegen waren. Von der alten Stadtbefestigung ist heute noch der Turm der ehemaligen Stadtburg vorhanden. Es ist ein mächtiger Rundturm mit querliegenden Schießöffnungnen. Die Außenwand des Turmes zeigt den eingemauerten Renaissancegrabstein des Karl von Ungnad (+1598) als Ritterfigur im Hochrelief.


2. Die Dreifaltigkeitssäule

Auch Pestsäule genannt – steht auf dem oberen Hauptplatz vor dem Neuen Rathaus. Sie erinnert an das letzte Pestjahr 1715. Damals wurden 194 Menschen von der Seuche dahingerafft. Die Säule trägt das Abbild Gottvaters, der seinen gekreuzigten Sohn mit den Armen umschließt.


3. Münzgasse mit Gedenktafel

In der Regierungszeit Herzog Bernhards (1202 – 1256) wurde in der heutigen Münzgasse eine Münzstätte errichtet. Dort ließ der Herzog Silbermünzen nach „Friesacher Art“ schlagen. Die Völkermarkter-Münze wurde bereits in einem Vertrag aus dem Jahre 1268 erwähnt. Die letzte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1338. Dies ist aus der Gedenktafel am Haus Münzgasse Nr. 15 zu entnehmen.


4. 10.-Oktober-Straße

In den Zeitraum 1918/1919 fällt der Kärnter Abwehrkampf, in dem sich Kärnter Freiwillige gegen die Soldaten des neu entstandenen Königreiches der Serben-Kroaten-Slowenen, die große Teile Kärntens anschließen wollten, zur Wehr setzten. Bei der am 10. Oktober 1920 stattgefundenen Volksabstimmung entschied sich die Südkärntner Bevölkerung mit dem Ergebnis von 59 % : 41 % für den Verbleib bei Österreich. In der Stadt Völkermarkt lautete das Abstimmungsergebnis 82 % : 18 %. Anläßlich dieses Ereignisses wurde die ehemalige „Obere Postgasse“ in die „10.-Oktober-Straße“ umbenannt.


5. Altes Postplatzl

Es ist an der Einmündung der 10.-Oktober-Straße in die Klagenfurter Straße gelegen. Hier wurde 1834 das erste Postamt eingerichtet. Mehr als 100 Jahre wurde hier der Postverkehr abgewickelt.


6. Stadtmauerweg

Die Stadt wurde Mitte des 13. Jahrhunderts ummauert und befestigt. Vom Stadtmauerweg aus kann man am besten erkennen, wie der Geländevorsprung zur Drau strategisch genutzt wurde. Die Haupttore der Stadt bildeten das „Klagenfurter Tor“ und das „Griffner Tor“. Im Norden war die Stadt geschlossen und durch Wall und Graben geschützt. Die beiden Stadttore wurden erst 1864 abgetragen.


7. Altes Rathaus

Das „Alte Rathaus“ (unterer Hauptplatz Nr. 22) wurde in dieser Form im Jahre 1499 vollendet und ist ein spätgotischer Bau. Im Erdgeschoß befindet sich ein Laubengang mit achtkantigen Pfeilern. Ursprünglich trug das „Alte Rathaus“ ein Türmchen. (Dies ist auch vom „Neuen Rathaus“ bekannt.


8. Altes „Türlein“ in der Stadtmauer

Durch diese Öffnung in der Stadtmauer war die Drau für Fußgänger auf kürzestem Weg erreichbar. (Klagenfurter Straße – Postriegelweg –Draubrücke)


9. Bürgerlust-Park

Von dieser Hochterrasse hat man einen herrlichen Rundblick über das Jauntal auf die Karawanken. Die Parkanlage wurde in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts errichtet. Die Bezeichnung „Bürgerlust-Park“ stammt von den zahlreichen Turm- und Sängerfesten, die auf diesem Areal in jener Zeit abgehalten worden waren.


10. Denkmal

Dieses Denkmal wurde 1963 errichtet und erinnert an die Opfer des 1. und 2. Weltkrieges sowie des Kärnter Abwehrkampfes.


11. Kirchgasse

Hier befindet sich ein geschlossener Althausbestand mit bemerkenswerten Biedermeier- und Barockfassaden. Die Häuser (Nr. 5, 16, 18, 20) stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Einzelne Inschriften belegen dies. Diese „Kapitelhäuser“ dienten einst dem Propst und den 12 Chorherren als Wohnung.


12. Stadtpfarrkirche

Der Bau wurde 1240 begonnen und nach 7 Jahren als romanische Basilika beendet. Nach dem Brand 1308 (nur das romanische Westportal blieb erhalten) als spätgotische, dreischiffige Kirche mit 12 Altären und 2 Türmen wiedererrichtet, litt die Kirche durch das Erdbeben 1690 so stark, dass ein Turm abgetragen werden musste. Kulturhistorisch besonders erwähnenswert ist die frühgotische Madonnenplastik. Der Kopf des Jesusknaben ging bei einem Bildersturm in der Reformationszeit im ehemaligen Augustinenkloster (heute Bezirkshauptmannschaft) verloren.Links vom Hauptportal ist eine spätgotische Figurengruppe mit dem Ölbergthema (ca. 1480) und rechts davon eine barocke Kreuzigungsgruppe aus dem 18. Jahrhundert zu sehen. Lichtsäule – Vor der Westfassade der Kirche befindet sich die 1477 gebaute Lichtsäule. Sie wurde seinerzeit von den Schustern und Lederern der Stadt gestiftet. Bei der Stadtpfarrkirche befand sich ehemals der Friedhof, in dem auch die Lichtsäule stand.


13. St. Pauler Zollhof

Auf dem Kirchplatz Nr. 16 stand ehemals der St. Pauler Zollhof. Als im Jahre 1202 der Spanheimer Herzog Bernhard die Regentschaft im Herzogturm Kärnten übernahm, bemühte er sich, neben Klagenfurt und St. Veit, auch Völkermarkt zu fördern. Auf dem Grunde des Stiftes St. Paul errichtete Herzog Bernhard den neuen Markt Völkermarkt. Dadurch geriet er als weltlicher Schirmherr des St. Pauler Klosters mit den geistlichen Herren von St. Paul in Streit. Vor der neuen Marktgründung durch Herzog Bernhard existierte bereits eine Handelssiedlung im Bereich des heutigen St. Ruprecht. Dieser erste Markt gehörte dem Stift St. Paul. Es ist dokumentiert, dass die Maut an der Draubrücke von Herzog Bernhard, die Marktmaut in der Stadt aber vom Kloster St. Paul eingehoben wurde. Der Gedenkstein am Haus Nr. 16 erinnert noch an den St. Pauler Zollhof.


14. Ehemalige Stadtschule

Südlich der Stadtpfarrkirche befindet sich das alte Stadtschulhaus, über dessen rundbogigem Eingangstore Reliefsteine eingemauert sind. Das Stadtwappen und die Jahreszahl 1558 sind deutlich zu erkennen. Der erste geistliche Lehrer der Stadt wurde bereits 1297 erwähnt. Das alte Stadtschulhaus wurde noch bis zum Jahre 1873 als Schulgebäude verwendet.


15. Griffner Tor, alte Bürgerhäuser

Vom ehemaligen Griffner Tor sind nur noch minimale Maueransätze vorhanden. Über dem Torbogen des Gasthofes „Zum Kronprinzen“ befindet sich ein Mauerstein mit der Lutherrose und der eingearbeiteten Jahres zahl 1503. Am Bürgerhaus Nr. 4 gibt es ein restauriertes Bäckerzunftfresko aus dem Jahre 1737 zu bewundern.


16. Faschinggasse

Diese Gasse hat die älteste erhaltete Straßenbezeichnung (1492). Sie wurde nach einem Bürger „Verschnagg“ benannt (Verschanggasse – Faschanggasse – Faschinggasse).


17. Museum

Das Museum befand sich ursprünglich im Neuen Rathaus, wo es 1979 bei einem von zwei jugoslawischen Staatsbürgern verübten Bombenanschlag arg beschädigt wurde. Seitdem ist es im Bürgerhaus neben dem Neuen Rathaus untergebracht. Im Museum ist die Dokumentation des Abwehrkampfes (1918 – 1920) und eine heimatkundliche Ausstellung zu besichtigen.

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